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Winterfest 2026/27: Zirkus aus Japan und Südafrika im Volksgarten

Foto: Rasposo »Hourvari« / Ryo Ichii, Winterfest Salzburg

Kultur & Bühne7 Min. Lesezeit

Winterfest 2026/27: Zirkus aus Japan und Südafrika im Volksgarten

Sieben Produktionen in den Zelten im Salzburger Volksgarten und in der ARGEkultur, fünf davon zum ersten Mal in Österreich

25. November 2026 bis 6. Jänner 2027Großes Zelt, Compagniezelt und Circusfoyer im Volksgarten sowie ARGEkultur, Salzburg

Wenn im Salzburger Volksgarten das Eis der Kunsteisbahn glänzt und gleich daneben die Zeltplanen im Scheinwerferlicht leuchten, ist Winterfest. Ab 25. November schweben im Großen Zelt fünf Artistinnen und Artisten der japanischen Compagnie Cirquework durch digitale Projektionen, begleitet von traditionellen Trommeln und elektronischen Beats. Ein paar Schritte weiter, im kleineren Compagniezelt, sitzt das Publikum im Circusrund dicht um die Manege. Sechs Wochen lang, bis zum Dreikönigstag, spielt das Festival an 35 Tagen 75 Vorstellungen. Wer im Advent einen Abend sucht, der mehr verlangt als Punsch und Lichterketten, ist hier richtig: Zirkus als Bühnenkunst, mit Geschichten, Livemusik und Körpern, die Unmögliches leicht aussehen lassen.

Auf einen Blick

Datum
25. November 2026 bis 6. Jänner 2027
Ort
Großes Zelt, Compagniezelt und Circusfoyer im Volksgarten sowie ARGEkultur, Salzburg
Genre
Zeitgenössischer Zirkus, Akrobatik, Jonglage
Eintritt
Erwachsene 30 bis 82 Euro, Kinder bis 15 Jahre 21 bis 26 Euro
Kapazität
rund 30.000 Karten für 75 Vorstellungen
Festival seit
2001
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Vom Zeltverleih zur Zeltstadt

Die Idee hatte Georg Daxner, ein gebürtiger Wiener, der 1981 nach Salzburg zog und sich schnell in der freien Kulturszene bewegte. Er programmierte im Kulturgelände Nonntal, folgte dem Zürcher Cirkustheater Federlos in die Schweiz, gründete 1987 das Festival Comique mit und 1993 einen Zeltverleih. Die Begegnung mit dem Schweizer Regisseur Ueli Hirzel, einem Verfechter des Nouveau Cirque, brachte ihn auf den Gedanken, diese Kunstform nach Salzburg zu holen. 2001 stand das erste Zelt im Volksgarten, zu Gast war Le Cirque Invisible. Bald wurden es zwei Zelte, dann drei, zum zehnjährigen Jubiläum kam ein historisches Spiegelzelt dazu. Clown Dimitri und seine Familie, The 7 Fingers, Akoreacro und Cirque Éloize spielten hier. Am 11. Oktober 2014 verunglückte Daxner bei einer Wanderung auf dem Untersberg tödlich, die Stadt Salzburg verlieh ihm im selben Jahr posthum den Salzburgpreis. Sein zweiter Traum, eine feste Trainingsstätte für Zirkus, wurde 2018 mit dem Circus Trainings Centrum in Gnigl Wirklichkeit. Heute leitet Robert Seguin das Festival als Geschäftsführer und künstlerischer Leiter, mit einem Budget von rund zwei Millionen Euro. Die Ausgabe 2025/26 zählte 31.850 Besucherinnen und Besucher an 36 Spieltagen, damit gilt das Winterfest als größtes Festival für zeitgenössischen Circus im deutschsprachigen Raum. Nur 2020 fiel es aus.

Fun Facts

  • Wusstest du?Circus mit C: Darauf hat Gründer Georg Daxner immer bestanden. Gemeint ist der Cirque Nouveau, der in Frankreich, Spanien, der Schweiz, Kanada und den USA schon lange zur hohen Kunst zählt.
  • Wusstest du?Die Idee zum Festival kam Daxner, als er mit dem Fahrrad durch den verschneiten Volksgarten fuhr. Den Spöttern soll er gesagt haben: „Eine kleine Zeltstadt werde ich da im Volksgarten aufbauen. Sie werden sehen.“
  • Wusstest du?Seit 2017 werden die Zelte mit Fernwärme beheizt, unterstützt von Land Salzburg und Salzburg AG. Das spart nach Angaben des Festivals mehrere Tonnen CO₂ und verbessert die Luft im Park.
  • Wusstest du?„Moya“ ist ein Wort aus dem Zulu und bedeutet Geist, Luft, Seele und Wind. Das Stück des Zip Zap Circus erzählt die wahre Geschichte eines Buben von der Straße in Kapstadt, der in der Circusschule von Zip Zap landet und 15 Jahre später um die Welt tourt.
  • Wusstest du?Für „Rollercoaster“ hat Wes Peden seine Musik aus verfremdeten Achterbahngeräuschen bauen lassen. Seine Bälle rasen durch eine vier Meter lange durchsichtige Röhre, Festivalleiter Robert Seguin nennt ihn einen „Superstar der Jonglage“.
  • Wusstest du?Bei Rasposo stehen auch die Kinder von Regisseurin Marie Molliens auf der Bühne. An Sonntagen spielt die Compagnie „Hourvari“ deshalb in einer Fassung ohne Kinder.

Lineup

Das Programm steht vollständig fest: sieben Circusproduktionen und ein Konzert, alle Spielzeiten sind im Spielplan auf winterfest.at veröffentlicht.

Highlights

Cirquework (Yoah)
Zip Zap Circus

Weiteres Programm

Vitus Denifl & Nis Fee BrenderCompagnie Gaius

Sieben Stücke, vier Spielorte, sechs Wochen

Die Ausgabe 2026/27 ist laut Festivalleiter Robert Seguin die internationalste seit Langem: Compagnien aus Japan, Südafrika, Frankreich, Belgien und den USA kommen nach Salzburg, fünf der sieben Produktionen sind zum ersten Mal in Österreich zu sehen. Den Auftakt macht Cirquework mit „Yoah“, dem Untertitel nach „Der Mond im Morgengrauen“, mit Luftakrobatik, Diabolo und Videoprojektionen. Ab 17. Dezember übernimmt der Zip Zap Circus das Große Zelt mit Akrobatik, afrikanischem Tanz und Livemusik, kurz vor Weihnachten kommt Wes Peden mit seiner Jongliershow vor einer riesigen aufblasbaren blauen Kulisse dazu. Im Compagniezelt zeigt erst der Belgier Pepijn Ronaldo sein erstes Solo, danach spielt die französische Compagnie Rasposo ihr poetisches, rätselhaftes „Hourvari“ mit Clowns und marionettenhaften Körpern. In der ARGEkultur stellt die Reihe Circus Vision die österreichische Szene vor. Alle Stücke sind ab sechs Jahren empfohlen und dauern zwischen 45 und 85 Minuten, damit eignet sich das Winterfest gut für Familien. Nachmittagsvorstellungen beginnen meist um 15 oder 17 Uhr, Abendvorstellungen um 18.30 oder 20 Uhr.

  • 1Cirquework aus Japan zeigt „Yoah“ vom 25. November bis 13. Dezember im Großen Zelt, als erste japanische Compagnie in der Geschichte des Festivals.
  • 2Der Zip Zap Circus aus Kapstadt spielt „Moya“ vom 17. Dezember bis 6. Jänner, ebenfalls zum ersten Mal beim Winterfest.
  • 3Wes Peden jongliert in „Rollercoaster“ vom 22. Dezember bis 5. Jänner, zu Silvester schon um 17 Uhr.
  • 4Pepijn Ronaldo, siebte Generation einer belgischen Circusfamilie, macht in „Solo“ von Musik bis Bühnenbild alles selbst (4. bis 12. Dezember, Compagniezelt).
  • 5Rasposo spielt „Hourvari“ vom 17. Dezember bis 5. Jänner auf Sitzbänken im Circusrund, mit 85 Minuten die längste Produktion.
  • 6Circus Vision am 16. und 17. Dezember in der ARGEkultur: die Partnerakrobatik von Compagnie Gaïus in „PAN!“ und „coƧa“ von Vitus Denifl und Nis Fee Brender, eine Karte gilt für beide Stücke.
  • 7Das Mildenburg Survival Orchestra bringt am 28. Dezember Polka, Tanzmusik und Weltmusik ins Circusfoyer, Kostüme sind ausdrücklich erwünscht.

Praktische Informationen

Tickets

Yoah und Moya kosten 82 Euro (Kategorie A) oder 72 Euro (Kategorie B), Hourvari 78 Euro, Rollercoaster und Solo je 58 Euro, Circus Vision 30 Euro, das Konzert 20 Euro. Kinder bis 15 Jahre zahlen 26 Euro, bei Circus Vision 21 Euro. Der Circuspass für drei Vorstellungen kostet 192 Euro. Karten gibt es online auf shop.winterfest.at, telefonisch unter +43 662 8875801 und an den Kassen im Europark (bis 26. November) und im Volksgarten.

Ermäßigungen

10 Prozent gibt es unter anderem mit ÖBB Vorteilscard, Klimaticket, Ö1 Club, ÖAMTC Clubkarte sowie für Studierende, Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge, 50 Prozent mit Behindertenpass, die eingetragene Begleitperson bekommt eine Freikarte. Ermäßigte Karten gibt es nur telefonisch oder an der Kassa, nicht im Onlineshop.

Anreise

Zum Volksgarten fahren die Stadtbuslinien 6, 7 und 10. Fahrscheine für die Öffis kannst du beim Onlinekauf der Karten gleich mitbestellen, Auskunft gibt das Ticketingteam unter +43 662 8875801. Die ARGEkultur findest du in der Ulrike-Gschwandtner-Straße 5.

Parken

Am Volksgarten gibt es nur wenige Parkplätze, an Eishockeyspieltagen gar keine (25. und 27. November, 4., 18., 22. und 30. Dezember sowie 6. Jänner). Ausweichen kannst du in die Tiefgaragen Barmherzige Brüder (Kajetanerplatz 1) und Imbergstraße 31, zum Campus Borromäum (Gaisbergstraße 9) oder zu Contipark Petersbrunnhof.

Spielstätten

Im Großen Zelt sitzt du in bestuhlten Reihen, im Compagniezelt im Circusrund ganz nah an der Manege. Die Kassa im Volksgarten hat vom 26. November bis 6. Jänner an Spieltagen Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr offen, die Abendkassa jeweils eine Stunde vor Beginn.

Barrierefreiheit

Alle Vorstellungen sind barrierefrei zugänglich. Rollstuhlplätze reservierst du telefonisch unter +43 662 8875801 oder an den Ticketständen im Europark und im Volksgarten, es gelten die regulären Preise und Ermäßigungen.

Mit Kindern

Alle Produktionen sind ab sechs Jahren empfohlen und dauern 45 bis 85 Minuten. Für Vorstellungen vor Weihnachten gibt es ein Familienticket mit 10 Prozent auf die Erwachsenenkarten, Schulgruppen ab zehn Kindern zahlen vor Weihnachten 23 Euro pro Kopf.

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Häufige Fragen

Wann und wo findet das Winterfest 2026/27 statt?

Vom 25. November 2026 bis 6. Jänner 2027 in drei Zelten und dem Circusfoyer im Salzburger Volksgarten sowie in der ARGEkultur. Gespielt wird an 35 Tagen, insgesamt stehen 75 Vorstellungen auf dem Plan.

Was kosten die Karten?

Erwachsene zahlen je nach Produktion 30 bis 82 Euro, Kinder bis 15 Jahre 21 bis 26 Euro. Die Preise wurden gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht. Wer mehrere Stücke sehen will, spart mit dem Circuspass: zwei Vorstellungen kosten 140 Euro, drei 192 Euro.

Ab welchem Alter ist das Winterfest geeignet?

Alle sieben Circusproduktionen sind ab sechs Jahren empfohlen, das Konzert im Circusfoyer ist für alle Altersstufen ausgeschrieben. Kinder bis 15 Jahre zahlen ermäßigte Preise ab 21 Euro.

Wie lange dauert eine Vorstellung?

Zwischen 45 Minuten (coƧa) und 85 Minuten (Hourvari). Yoah und Rollercoaster dauern je 60 Minuten, Moya und Solo je 70 Minuten.

Sind die Zelte geheizt?

Ja. Seit 2017 werden die Zelte im Volksgarten mit Fernwärme beheizt. Eine warme Jacke für den Weg durch den Park schadet im Dezember trotzdem nicht.

Wie komme ich am besten hin?

Am einfachsten mit den Stadtbuslinien 6, 7 oder 10 zum Volksgarten. Parkplätze vor Ort sind knapp und an Eishockeyspieltagen gesperrt, nimm dann eine der Tiefgaragen in der Altstadt oder in der Imbergstraße.

Was ist Circus Vision?

Die Plattform des Festivals für die österreichische Circusszene. Heuer zeigen Compagnie Gaïus und das Duo Vitus Denifl und Nis Fee Brender am 16. und 17. Dezember um 18.30 Uhr in der ARGEkultur zwei kurze Stücke an einem Abend, um 30 Euro für beide.

Gibt es ermäßigte Karten für Studierende?

Ja, Studierende, Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge bekommen 10 Prozent. Die Ermäßigung gibt es nur über die Ticketline oder an den Kassen im Europark und im Volksgarten, nicht für Kinderkarten und Specials.

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